| Preis in Deutschland: | Vollversion: Add-On: |
188 € 82 € |
| Code- / Entwicklungsname | Sparta | |
| 16 Bit Betriebssystem | Datenträger: | 3,5 & 5,25 Zoll Disketten |
| erschienen in den USA: | Oktober 1992 | |
| Ende des Supports (Endkunden): | 31.12.2001 | |

Windows 3.1 für Workgroups war das erste Windows das ohne Fremdsoftware im Netzwerk benutzt werden konnte, als einziges Protokoll (ohne Fremdsoftware) stand das NetBEUI zur Verfügung.
Lesen sie hier eine Vorschau des neuen Windows kurz vor der Fertigstellung aus der c't 10/92, im Downloadbereich finden sie den kompletten Artikel noch mal als JPG.

Im Setup konnte man auch gleich um das Netzwerk zu nutzen eine Netzwerkkarte auswählen und konfigurieren.

Die Oberfläche unterscheidet sich von der eines einfachen Windows 3.1 nur durch Netzwerkerweiterungen in der Systemsteuerung und im Programm-Manager.


Der Dateimanager wurde durch eine praktische Symbolleiste erweitert, über die man auch Zugriff über Netzwerklaufwerke und -freigaben hat.

Es gibt neben den normalen Windowsprogrammen auch einige spezielle Programmen fürs Netzwerk: Zum einen Konfigurationsprogramme, zum anderen ein Mail Programm, ein Nachrichtenprogramm und einen Terminplaner, der in Arbeitsgruppen gemeinschaftlich genutzt werden kann. Dieser Terminplaner "Schedule+" macht aber auch an einen Einzelarbeitsplatz einiges her!

Damit es nicht im Netzwerk langweilig wird, ist das Netzwerkkartenspiel "Hearts" mit von der Partie.

Neben Schedule+ gibt es auch noch zwei Programme die eine Kommunikation in der Arbeitsgruppe direkt unterstützten.
Das erste nennt sich Telefon, was aber ein irreführender Name ist. Mit diesen Programm kann man einen Chat zwischen zwei Computern aufbauen. Im Gegensatz zum üblichen Internetchat werden allerdings alle Zeichen direkt während der Eingabe übertragen, außerdem ist das Fenster zweigeteilt, unten die eigene Eingabe, oben die des anderen Rechners.

Das zweite Programm ist deutlich komplexer und unterstreicht auch den Anspruch von Windows für Workgroups ein professionelles Betriebssystem zu sein. Nicht unberechtigt, da die zugehörige Hardware recht teuer war: Netzwerkkarten kosteten im Schnitt 75-150 €.
Das Programm heißt bezeichnender Weise "Mail". Es bietet für eine Arbeitsgruppe ein komplettes Mail-Programm, inklusive Anhänge. Das Programm erfordert einen "Mail-Server", im Grunde ist es nur ein freigegebenes Verzeichnis, bei größeren Arbeitsgruppen sollte dies sogar ein eigener PC sein. Das Handbuch empfiehlt dazu sogar einen 486er Prozessor.

Im Gegensatz zum später erschienenen und verbreiterten Windows für Workgroups 3.11 beherrscht die Version 3.1 noch den Standardmodus, welcher den Betrieb auf 286 Prozessoren erlaubt. Allerdings mit der Einschränkung, dass das gemeinsame Nutzen von Dateien und Druckern nicht funktioniert.


Windows für Workgroups 3.1 im Standard Modus


| Preis in Deutschland: | Vollversion: Update: |
230 € ? € |
| Datenträger: | 3,5 & 5,25 Zoll Disketten, tlw. CD-ROM | |
| erschienen in den USA: | Dezember 1993 | |
| Ende des Supports (Endkunden): | 31.12.2001 | |

Windows für Workgroup 3.11 ist eine aktualisierte Version von Windows für Workgroups, neben einen verbesserten Setup, mit besserer Netzwerkkartenerkennung, ist vor allem eine Verbesserung der Netzwerkleistung durch 32-Bit Netzwerksoftware. Aus diesen Grund ist das Minimum ein 386SX/DX Prozessor.
Per Update ist auch das heute als Standard benutzte TCP/IP Protokoll verfügbar. Zusammen mit einer Wählsoftware, wie die vom IE 5.0 16-Bit, ist auch die Einwahl ins Internet kein Problem.

Neben den technischen Updates gibt es auch auch ein weiteres Tool für die Netzwerkkommunikation: WinPopup. Das Programm erlaubt eine Übertragung einer Textnachricht an einen anderen Rechner oder die ganze Workgroup. Es kann zu diesem Zweck auch gleich bei Systemstart geladen werden.

Per TCP/IP Update ist es wie erwähnt möglich sich auch direkt mit neueren Windows Versionen in einer Netzwerkumgebung zu kommunizieren. So kann man auch die Windows XP Internetfreigabe ohne weitere Tools nutzen oder Dateien in einer Arbeitsgruppe austauschen. Freigaben auf einen Windows für Workgroups 3.11 Computer sind dabei auch für Vista und Windows 7 problemlos zugreifbar, der umgekehrte Weg scheitert an Zugriffsbeschränkungen auf Grund höherer Sicherheitsanforderungen. Auf XP Freigaben ist aber ein Zugriff möglich.




Einige OEM Versionen von Windows für Workgroups 3.11 kamen auch schon auf CD. Sie boten aber keinen weiteren Vorteil gegenüber den Disketten. Lediglich die selben Installationsdateien befanden sich auf ihnen.
Das Handbuch von Windows für Workgroups ist einfach das '93er Handbuch von Windows mit vorangestellten Kapiteln des Netzwerk Add‑Ons.
Die WfW 3.11 und Addon Packungen (zum Vergrößern anklicken)
Windows für Workgroups 3.11 bietet alle Vorzüge von Windows 3.1 plus eine eigene Peer‑to‑Peer Netzwerkumgebung. Dazu gibt es noch einen tollen Terminkalender, was will man mehr? Es ist die beste Oberfläche für DOS. WfW 3.1 sollte man meiden, da hierfür kaum noch Treiber auftreibbar sind und es mit WfW 3.11 Treibern nichts anfangen kann (vor allem bei Netzwerkkarten).