Kurzinfos

Klasse Betriebssystem 64-Bit
CPU x64
Versionsnummer Windows 6.2 Build 9200
Codename "Server 8"
Markteinführung 4. September 2012
Ende Support (Endkunden) 09.01.2018
Ende Support (Firmen) 10.01.2023

Windows Server 2012

Mit Windows Server 2012 baut Microsoft seine Serversoftware weiter auf Virtualisierung (Hyper-V) und Cloud und ergänzt dazu einige Funktionalität. Aber auch oberflächlich hat Microsoft den Wandel ausgehend von Windows 8 einiges getan, auch der Windows Server 2012 setzt auf die Metro-Oberfläche. Wobei bei Windows Server 2012 die grafische Oberfläche generell optional ist, der Administrator kann mit dieser Version die Oberfläche sogar bei Bedarf (de-)installieren. Auch wird die Powershell 3.0 weiter ausgebaut, so dass über Kommandozeilen ein neues Level der Automatisierung erreicht wird.

Microsoft führt darüber hinaus ein neues Dateisystem für Storage-Systeme ein: ReFS (Resilient File System), dies ist eine Weiterentwicklung von NTFS, wobei es aber auch entschlackt wird. Ziel soll eine bessere Verwaltbarkeit von Festplatten in virtuellen Speicherarrays zu erreichen, ähnlich dem Drive Extender von Windows Home Server.

Editionen

Microsoft ordnet die Servereditionen neu, der einzige große Unterschied zwischen den großen Editionen Standard und Datacenter liegt in der Virtualisierung. Neu ist die Processor+-Lizenzsierung, zunächst unterstützen diese Server nur zwei Prozessoren, weitere können aber durch Lizenzpakete genutzt werden. Die Essential Edition löst die Small Business Server ab. Es soll eine vereinfachte Oberfläche besitzen und Funktionen des Windows Home Servers übernehmen, letzterer wird nicht mehr fortgeführt. Die Foundation Edition wird nur als OEM-Version vertrieben und besitzt nur einfache Serverfunktion für kleine Arbeitsgruppen. [1]

  Foundation Essentials Standard Datacenter
Kosten OEM ab 425 $ ab 882 $ ab 4.809 $
CPUs 1 2 2+ 2+
Benutzer 15 25 beliebig beliebig
Hyper-V Virtualisierung Instanzen 0 0 2 beliebig

Windows Server 2012 R2

Windows Server 2012 R2 Die überarbeite Fassung des Windows Servers erschien zeitgleich zu Windows 8.1. Die Installationen mit grafischer Oberfläche enthalten die vom Desktop bekannten Neuerungen wie den wiedergekehrten Starmenüknopf. Die meisten Neuerungen finden sich im Bereich der Virtualisierung Hyper-V. So steigert sich die Geschwindigkeit im Umgang mit virtuellen Festplatten (VHD) durch zusätzlich Kompression über mehrere Dateien hinweg. VHD s lassen sich mehreren Servern zuweisen, ihre Größe kann im laufenden Betrieb geändert werden.

VHDX können statt VHDs verwendet werden und über 2 TB Größe erreichen. Microsoft erlaubt die Erhöhung der Replikation auf drei3 Hyper-V Host. Virtuelle Maschinen können nun auf UEFI und Secure Boot unterstützen. Auch das RDP-Protokoll für Fernwartung wurde überarbeitet. Über Zertifikate kann ein Administrator Zugriff auf Ressourcen auch fremder Hardware erlauben, damit Firmen mit „Bring Your Own Device“ Mitarbeitern das Arbeiten mit eigener Hardware erlauben können.

  Maximum Windows Server 2012 R2
Logische Prozessoren 320
Physischer Arbeitsspeicher 4 TB
Virtuelle Prozessoren pro Host 2048
Virt. Prozessoren je VM 64
Arbeitsspeicher pro VM 1 TB
VHD Größe pro VM 64 TB
Aktive VMs 1024
Cluster Knoten 64
VMs je Cluster 8000

Galerie RC

Vorversion - Release Candidate

Microsoft bot parallel zu den Windows 8 Preview Editionen auch Zugriff zu den Vorversionen von Windows Server 2012, die allerdings auf wohlklingende Bezeichnungen verzichteten. Eingeführt wurde von Windows 8 der Metro Startscreen, in der Release Candidate kommt dieses aber nur als eine Art Startauswahl zum Einsatz. Ob Metroanwendungen geplant sind ist unklar. Die grafische Oberfläche ist bei Windows Server weiterhin optional, bei Windows 2012 soll der Administrator sie auch bei Bedarf nachinstallieren können.

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