Kurzinfos

Klasse Betriebssystem 32-Bit bzw. 64-Bit
CPU x86, x64
Versionsnummer Windows 10.0 Build 10240
Codename Threshold
Datenträger DVD-ROM, Download, USB-Stick
Preis Win 10 Home 135 €
Preis Win 10 Pro 279 €
Markteinführung 29. Juli 2015

Startsound

Zahlen Trivia

110.000.000
Installationen von Windows 10 gab es in 2 Monaten.

Windows 10

Win 10 Logo

Mit Windows 10 will Microsoft vieles ändern. Es fing schon damit an, dass man das Namensschema gebrochen hat, indem es kein Windows 9 gab. Eine echte Begründung gab es nicht, der Grund wird irgendwo zwischen OS X Versionsnummer-Gleichheit und Kompatibilitätsproblemen mit der Zeichenfolge „Windows 9“ in Hinblick auf Softwarezombies aus den Jahren 95 und 98 liegen. [1]

Andererseits soll Windows 10 auch weniger Versionsnummer, denn Name sein. Windows 10 soll kontinuierlich weiterentwickelt werden. Es wird daher keine großen Neuauflagen geben. Ähnlich macht es Apple mit seinem OS X (auch hier steht das X für die römische Ziffer 10), die erste Version kam hier 2001 auf dem Markt und die größeren Updates werden über Codenamen benannt, die dem Endanwender egal sein können (wenngleich nicht jeder Mac mit den neueren Versionen umgehen konnte). Es wird also künftig nur noch Windows 10 vermarktet und die Anwender können vorraussichtlich immer auf die aktuellste Version updaten. [2] Microsoft versucht so anscheinend auch die Fragmentierung des Windows Marktes zu verkleinern. Stand Anfang 2015 sind mehr als die Hälfte der Anwender noch mit der Vorvorgänger-Windows 7 ausgestattet, während das zu dem Zeitpunkt aktuelle Windows 8.1 nur auf 10 % kam. Um Kunden den schnellen Umstieg schmackhaft zu machen, wird man im ersten Jahr kostenlos von Windows 7, 8 und 8.1 umsteigen können. [3]

Mit Windows 10 möchte Microsoft die Entwicklungsplattformen für Windows noch weiter vereinen, so werden Windows 10 Mobile [Enterprise] und Windows 10 IoT (Internet of Things; Internet der Dinge) den gleichen Kern wie das normale Desktop Windows haben und nur geringe Anpassungen sollen bei Anwendungen nötig sein.

Gegenüber Windows 8 entfällt die glücklose Windows RT Plattform. Für den Endkunden stehen nur die Home und Pro Version zur Verfügung. Per Volumenlizenzmodell steht Firmen die Enterprise und Bildungseinrichtungen die Education Version zur Wahl. [4] Ein direktes Update ist ab Windows 7 SP 1 möglich.

2017 stellte Microsoft das Surface Laptop mit Windows 10 S vor. Diese Version zielt vor allem auf den amerikanischen Bildungsmarkt, der von Googles Chromebooks dominiert wird. Das nur Hardwarehersteller und Bildungseinrichtungen erhältliche Betriebssystem ist an vielen Stellen beschnitten. So lassen sich nur Anwendungen aus dem Windows Store installieren und starten, einige Systemwerkzeuge sind außer Funktion und trotz Ableitung von Windows 10 Pro sind lokale Domänenmitgliedschaften nicht möglich. Ein vergünstigstes Upgrade auf die Pro Version ist mittels Store allerdings möglich.

Die Entwicklung wurde unter dem Codenamen Threshold bekannt. Threshold heißt im Videospiel "Halo" ein Gasriese in dessen Nähe sich die erste namensgebende Halo-Installation befand.

Windows 10 und die Welt von Halo

Halo ist eine Spieleserie, die ursprünglich von Bungie entwickelt wurde. Sie handelt vom Kampf der Menschheit im 26. Jahrhundert gegen Außerirdische. Microsoft kaufte das Entwicklungsstudio und schuf für seine neue X-Box eine Kernmarke. Das Spiel ist ein Ego-Shooter mit Fahrzeugeinlagen, der erste Teil erschien 2001.

In der offiziellen Romanfassung "Halo - Schlacht um Reach" [5] der Vorgeschichte zum Videospiel "Halo - Kampf um die Zukunft" erfährt man mehr über den Master Chief und Cortana. Der Master Chief wird als Junge von einem geheimen Millitärprojekt (Project Spartan/Spartaner =(Codename für den Browser Edge)) entführt und gedrillt; die wissenschaftliche Leiterin war Dr. Halsey. Um die Soldaten kompatibel zum Stärke und Sinne steigernden Kampfanzug „Mjölnir“ (Thors Hammer) zu machen, werden diese experimentell genetisch verändert.


Cortana

Threshold und Halo

Master Chief

Der Master Chief überlebt die Prozedur und erhält später ein erweitertes Neuralinterface, um eine KI in sein Bewusstsein zu lassen, die ihm weitere taktische Vorteile gewähren soll. Die besseren KIs werden in der Geschichte in menschlichen Gehirnen gezüchtet und später in Kristallform übertragen. Dr. Halsey hat sich durch Klonung ihres eigenen Gehirns eine eigene sehr eigensinnige KI erschaffen, die ähnliche Verhaltensmuster hat: Cortana. Diese wird zudem als Superhacker-KI vorgestellt, die rasch und unbemerkt in andere Systeme eindringen kann.

Danach benennt Microsoft nun seine Suche.

Im ersten Videospiel von Halo verhindert der Masterchief die Aktivierung der Halo-Einrichtung durch Zerstörung selbiger. Diese war im Orbit eines Gasriesen namens Threshold (Codename Windows 10 selbst) installiert.

Der offizielle deutsche Werbespruch/Claim ist: "Für Weltveränderer". Ein recht frei interpretierbarer Spruch, der am Ende sogar auf die böse Aliens in Halo gepasst hätte...

Die finale Version von Windows 10 wurde am 29. Juli 2015 für Endanwender zum Upgrade zur Verfügung gestellt.

  Home Pro Enterprise Education
Endkunden-Version + + - -
Domänenmitgliedschaft - + + +
Bitlocker - + + +
Gruppenrichtlinien - + + +
IE-Enterprise Modus - + + +
Remote fernzusteuern - + + +
Direct Access - - + +
Windows to Go (USB Installation) - - + +
App Locker - - + +
BranchCache - - + +
Kiosk Modus - + + +
Windows Update + + + +
Windows Update/Branch for Business - + + +
Long Term Servicing Branch - - + -
Media Center - - - -
max. CPU Kerne (32 Bit) 32
max. CPU Kerne (64 Bit) 256
max. Prozessoren 1 2 2 2
max. Arbeitsspeicher 64-Bit 128 GB 2 TB 2 TB 2 TB
Preise UVP in Deutschland 145 € 259 € Miete Miete

Galerie GUI

Grafische Oberfläche

Generell behält Microsoft die Oberfläche von Windows 8 bei, allerdings mit erheblichen Änderungen. Windows wird sich jetzt mehr der Gerätekategorie anpassen, je nachdem ob Tastatur und Maus oder Touch verfügbar ist, wird sich Windows anders verhalten. Für Convertibles, also Mobile Rechner mit Andocktastaturen oder Klappmechanismen die man als Tablet oder Notebook verwendet werden können, gibt es mit Continuum eine spezielle Funktion zum nahtlosen Wandel. Im Tabletmodus verhält sich Windows 10 ähnlich wie Windows 8. Es gibt größere Lücken zwischen Schaltflächen und Kacheln, statt Startmenü gibt es einen Startbildschirm. Erkennt Windows aber das es nicht auf einen Tablet läuft erhält man wieder ein Startmenü und Abstände werden verkleinert. Im Desktopmodus gibt es keine aktiven Ecken mit Funktionsleisten mehr.

Das Startmenü war im ersten Jahr ähnlich dem von Windows 7, es enthielt zunächst nur häufig verwendete Programme, man konnte aber auch alle Programme einblenden lassen. Allerdings gab es keine gewohnte Ordnerstruktur als solches, sondern nur eine alphabetische Liste (die auch alte Programmgruppenordner enthält).

Ab Version 1607 entfällt der Klick auf "weitere Programme", es ist stets die gesamte Liste eingeblendet, neue und häufige Programme nochmals darüber eingeblendet. Die wichtigsten Verknüpfungen für Benutzer, Explorer, Einstellungen und Herunterfahren finden sich nun links.

Außerdem gibt es einen - optionalen - Bereich für Kacheln. Diese können wie bei Windows 8 auch Live-Inhalte anzeigen. Entfernt man alle Kacheln kann man das Startmenü in der Breite auf den klassischen Bereich reduzieren.

In der Taskleiste befindet sich prominent eine Suchleiste. Diese findet nicht nur lokale Treffer, sondern dient auch als Internetsuche. Sie lässt sich auch per Sprache bedienen und heißt Cortana. Der Name leitet sich, neben dem Codenamen, auch von dem Microsoft Spiel Halo ab, wo der Hauptcharakter „Master Chief“ im Kampf gegen die Aliens von einer KI namens Cortana unterstützt wird.

Neu ist die Unterstützung von virtuellen Bildschirmen. Die Funktion ist bei Linux altbekannt und auch für Windows gibt es Programme die das bieten: Ein virtueller Desktop dient dazu umschaltbare Arbeitsflächen dem Benutzer anzubieten, damit er seine Fenster besser organisiert bekommt. Liegt ein Programm auf einen anderen Desktop, so wird es in der Taskleiste durch einen Unterstrich markiert. Fenster können jederzeit den Bildschirm wechseln. Es gibt auch eine Übersicht der Bildschirme.

Viele Elemente die bei Windows 8 teilweise in klassischen Anwendungsfenstern gegliedert wurden, sind nun im neuen „Modern-GUI“/Metro-Stil. So wurde auch die Systemeinstellung komplett umgebaut, bei Windows 8 war es noch ein Suchspiel über diverse Dialoge.

Windows bekommt ein Benachrichtigungscenter, das aufkommende Nachrichten von Programmen und Apps gebündelt sammelt. Es findet sich im Systraybereich neben der Uhr. Es beerbt ein wenig die alten Popups der Systrayprogramme. Charmsbars sind Vergangenheit.

Galerie Zubehör

Zubehör

Beim Zubehör hat sich nominell nicht viel getan. Die meisten Hilfsprogramme wurden mit Windows 8 als Metro Anwendungen mitgeliefert und als solche außerhalb des Betriebssystems gewartet und erneuert. Das Media Center stellt Microsoft hingegen komplett ein, bei Windows 8/8.1 konnte dies noch als Funktion hinzugekauft werden. Bei einem Upgrade von Windows wird es deinstalliert.

Der Internet Explorer wird ebenfalls nicht weiterentwickelt. Er wird im Buisness Umfeld noch erhalten bleiben, in Endkundenversionen dagegen wird er durch den neuen Browser namens Edge ersetzt. Microsoft Edge wurde als schlankerer Browser mit dem Codenamen „Project Spartan“ (wieder Halo Referenz) entwickelt. Was der Name bedeuten soll, ist nicht bekannt, man hat nur bekannt gegeben das es eine Umfrage mit einer Testgruppe gab, und das der Name mit einem E anfangen solle, damit sich Benutzer nicht wegen des Programmsymbols wundern sollen. Als großes Alleinstellungsmerkmal wurde hervorgehoben, dass man im Browserfenster Markierungen und Notizen erstellen kann, und diese teilen. Microsoft Edge wurde zunächst als Windows 10 exklusiv bezeichnet und damit wird es in näherer Zukunft weder eine Version für ältere Windows Versionen noch für andere Betriebssysteme geben.

Von den klassischen Anwendungen kann man nicht von einer Weiterentwicklung sprechen, wie schon in Windows 8 werden ihre Funktionen durch Apps ersetzt. Statt des Windows Mediaplayers wird so standardmäßig die App Groove verwendet. Diese Zubehör Apps haben einen von Windows abgekoppelten Entwicklungszyklus.

Microsoft bindet seinen Online/Cloud Speicher prominent ein. Auch wenn der Dienst nicht aktiviert wird, findet sich im Explorer eine Verknüpfung zu ihm. Er bietet zur Zeit kostenlos 5 GB (vormals 15 GB) Speicher, größere Kontigente können kostenpflichtig gebucht werden, bzw. Kunden von Office 365 steht eine erheblich größere Menge zur Verfügung.

Es werden keine Spiele mitgeliefert, einzige Ausnahme ist die Microsoft Solitaire Collection, eine App die vorinstalliert wird und Zugriff auf viele Kartenspielvarianten bietet. Allerdings ist diese mit Werbung versehen und eine Version ohne diese kostet monatliche Gebühren.

Mit der Version 1607 kommt "Windows Ink", hier findet man einige Werkzeuge gebündelt, die Primär für die Stifteingabe ausgelegt sind: Notizzettel, ein Leinwand zum Malen/Zeichnen und die Möglichkeit Bilder und Screenshots zu kommentieren.

Bereits mit Windows 8 entfiel die Wiedergabe von DVD-Medien mit Bordmitteln, Käufern vom Mediacenter für Windows 8 oder Windows 7 Nutzern wird zeitlich begrenzt bei einem Upgrade eine DVD-Wiedergabe App kostenlos installiert. Diese ist aber nicht an das Microsoft Konto gebunden, und läuft daher nur auf diesem upgegradetem Computer.

Windows Bildschirmschoner

Die folgenden animierten Bildschirmschoner sind enthalten. Ein Klick auf das Vorschaubild startet eine Endlosschleife als Video. Markieren sie den Vollbildhaken, wird das Video bei wenn möglich über den ganzen Bildschirm gelegt.

3D Text
Mystify Neu
Schleifen
Seifenblasen

 — Animation stoppen

Galerie Setup

Installation und Start

Die Installation ist ähnlich der von Windows 8. Eine saubere Neuinstallation dauert je nach System 15-20 Minuten, Upgrades deutlich länger. Es wird bei bestehender Internetverbindung die Erstellung eines Microsoft Onlinekontos forciert.

Da Windows 10 als letzte Version propagiert wird, gibt es es ein paar Neuerungen. Zum einen läuft das Beta Programm für Funktionsupdates nebenher weiter. Tester können sich kostenlos von einer zeitlich begrenzten Vorversion zur nächsten innerhalb des Insider Programms hangeln. Zum anderen werden diese Funktionsupdates, wenn fertig, in Wellen verteilt. Microsoft hat dazu Ringe eingeführt, Administratoren der Business Versionen können sich dabei entscheiden, wie schnell diese Funktionsupdates verteilt und installiert werden. Home Anwender erhalten automatisch bei Verfügbarkeit Funktionsupdates, je nach Business Version und Einstellung kann die Verzögerung Wochen oder bei der Long Term Servicing Branch auch Jahre dauern. Sicherheitsupdates erscheinen aber immer sofort.

Benutzeraccounts können durch Passwörter und weitere von Windows 8 bekannte Methoden geschützt werden. Die Endversion soll „Windows Hello“ mitbringen, das eine biometrische Absicherung des Systems erlauben soll. Zur Wahl sollen Fingerabdrücke und Gesichtserkennung stehen.

Der Start erfolgt wieder nur mit einem schlichten Kachelbild.

Bei einer Upgrade Installation von Windows 10 hat man 10 Tage Zeit wieder auf die alte Windows Version zurückzukehren (Rollback). Danach werden die Backup Dateien automatisch gelöscht. Bis 1607 galt eine Frist von 30 Tagen.

Systemanforderungen

  • Prozessor: 1 Gigahertz (GHz) oder schneller
  • RAM: 1 Gigabyte (GB) (32-Bit) oder 2 GB (64-Bit)
  • Festplattenspeicher: 16 GB (32-Bit) oder 20 GB (64-Bit)
  • Grafikkarte: Microsoft DirectX 9-Grafikkarte oder mit WDDM-Treiber
  • Bildschirm mit 800x600 Pixel Auflösung
Windows 10 Gehäuseaufkleber

Technik

Windows 10 soll einen Systemkern enthalten, der auf einer Bandbreite an Geräten laufen wird. Durch eine gemeinsame Entwicklungsumgebung sollen Programme nur mit geringeren Änderungen auf den jeweiligen Plattformen laufen. Eine spezielle ARM-Version wie bei Windows 8 mit Windows RT entfällt. Kleinere Tablets und Telefone beerben Windows Phone durch Windows 10 Mobile. Auch die Windows IoT (Internet der Dinge) wird auf kompakten Chiparchitekturen jenseits von x86/x64 klassischer Computer laufen. Allerdings mit anderen Oberflächen und Strukturen. [6][7]

Windows 10 unterstützt mit Windows Hello eine Schnittstelle zur Biometrischen Authenzifizierung via Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Letzteres geschieht nur mit speziellen Webcams, die einen Sensor zur Tiefenmessung besitzen, um nicht durch einfache Fotos überlistet zu werden.

Windows 10 wurde zunächst nachgesagt keine Diskettenlaufwerke mehr zu unterstützen, dies ist zur Zeit aber nicht der Fall. Klassische Interne Geräte, wie welche mit USB Anschluss können verwendet werden.

Die Systemanforderungen sind für Windows 10 - zunächst - die gleichen, wie für Windows 8. Das heißt das Windows 10 auch ein paar spezielle Funktionseinheiten vom Hauptprozessor fordert und so einige ältere Geräte nicht laufen. So schließen SSE2, NX-Bit und PAE alte Prozessoren aus, die allerdings vor über einer Dekade durch Nachfolger abgelößt wurden. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, ein Netbook mit Atom Prozessor bei dem sich das NX-Bit nicht im BIOS aktivieren lässt, fällt ebenfalls durch die Hardwareprüfung.

Die 64-Bit Edition lässt sich auf Prozessoren der ersten x64-Generation nicht mehr installieren, die 32-Bit dagegen ohne Probleme.

Da jede neue Windows 10 Version Änderungen an Soft- und Hardwareschnittstellen mitbringen kann, kann es in Laufe der Zeit zu Kompatibilitätsproblemen kommen. Ein sehr prominentes Beispiel sind Intels Clover Trail Prozessoren (Atom SOCs), für welche die Treiberentwicklung nicht weiterverfolgt wurde. Das hat zur Folge, dass Microsoft schon die Installation einer Windows 10 Version jenseits der 1607 verweigert. Microsoft verlängert dafür den Supportzeitraum dieser Geräte für Sicherheitsupdates auf 2023 statt 2018.

Microsoft hat sich außerdem entschieden, ältere Kopierschutzmethoden für Programme, welche von optischen Datenträgern installiert wurden, nicht weiter zuzulassen. Dies betrifft vor allem ältere Spiele, welche durch Securom geschützt sind, diese laufen - falls es für sie kein Update gab - nicht mehr. Im September 2015 deaktiverte Microsoft diese Kopierschutztreiber auch bei älteren Windows Version ab Vista.

Galerie Version 1511

Windows 10 Version 1511 (Build 10586; Threshold 2)

Microsoft hat am 12.11.2015 sein Versprechen eingelöst und erstmals für Windows 10 ein funktionales Update veröffentlicht. Um den Stand von Windows 10 nun unterscheidbar zu machen, wurde ein neues Namensschema in Form eines Versionsanhängsel eingeführt.1511 steht dabei für Jahr und Monat der Veröffentlichung. Das Update kommt in der Regel über die Windows Update Funktion, nach dem Start wird aber ein normaler Installationsprozess durchgeführt.

An der Oberfläche wurden nur sehr geringfügige Änderungen durchgeführt, die meisten Änderungen betreffen Fehlerbehebung. Auch kann Windows jetzt seinen Speicher komprimieren und Virtuelle Maschinen wieder weitere nutzen. Praktisch zur Neuinstallation ist, dass es nur noch gemeinsame Installationsmedien zum Download für Home und Pro gibt, sowie dass diese die Installationsschlüssel von Windows 7 und 8 akzeptieren. Eine Aktivierung soll allerdings nur innerhalb der kostenlosen Upgradephase möglich sein.

Galerie Version 1607

Windows 10 Version 1607 (Build 14393; Redstone)

Microsoft veröffentlichte am 2. August 2016 ein weiteres Upgrade von Windows 10. Es wird auch aufgrund des annähernden einjährigen Jubiläums „Anniversary Update“ genannt.

Überarbeitet wurden das Startmenü und das Info-Center. Mit „Windows Ink“ steht neben „Onenote“ ein weiteres Zeichenblockprogramm für Computer mit Eingabestift zur Verfügung.

Einige Menüs ,wie die Einstellungen, wurden überarbeitet. Es gibt nun ein dunkles Programm Design. Cortana sucht geräteübergreifend und bleibt die einzige Suchengine auf dem Rechner. Die Windows Lizenz kann fortan mit einem Microsoft Konto gekoppelt werden.

Galerie Version 1703

Windows 10 Version 1703 (Build 15063; Redstone 2)

Microsoft veröffentlichte am 5/6. April 2017 ein weiteres Upgrade von Windows 10. Microsoft hat es den Titel "Creators Update" gegeben. Das Startmenü ermöglicht jetzt die Gruppierung von Kacheln auf kleinen Raum, indem eine Art Ordner unterstützt wird. Diese erhält man, indem man eine Kachel auf eine andere schiebt. Dieser Ordner öffnet sich per Klick zu einer größeren Ansicht.

Sichtbarstes Zeichen dafür ist das mitgelieferte Paint3D, ein Malprogramm mit 3D Unterstützung. Die alte Version ist aber weiter vorhanden. Ferner gibt es jetzt im Store Design Pakete (Themes) und einen Nachtmodus, der die Blauanteile des Monitorbildes reduziert. Ansonsten sind nur Kleinigkeiten geändert worden, wie dass der Registry-Editor eine Adressleiste hat oder Edge nun elektronische Bücher öffnen kann.

Überarbeitet wurde auch die Datenschutzeinstellungen beim Setup. Statt vorgewählte Expresseinstellungen, erhält man nun eine voreingestellte Auswahl mit Beschreibung an Daten die Microsoft gerne hätte.

Galerie Version 1709

Windows 10 Version 1709 (Build 16299; Redstone 3)

Microsoft veröffentlichte am 17. Oktober 2017 ein weiteres Upgrade von Windows 10. Diesmal wurde es "Fall Creators Update" getauft. Es enthält keine großen Neuerungen. So gibt es einige neue Transparenzeffekte, Windows Apps erhalten teilweise eine neue Designsprache (Fluent). Einige Programme können neue Funktionen von Windows nutzen. Diese Funktionen beschränken sich im ersten Moment nur auf Microsoft Programme, so kann Skype Kontakte in die Taskleiste pinnen, bestimmte Benachrichtigungsformen auswerfen und Onedrive Platzhalter für noch online verbleibende Dateien im Explorer anzeigen. Die Bildschirmtastatur kann jetzt auch eine Art Wischeingabe (ähnlich Swype) und unterstützt zumindest im Englischen die Eingabe von Emojis. Edge kann nun besser mit strukturierten PDF-Dokumenten umgehen. Es wird nun Microsofts eigene Virtual Reality Plattform namens "Mixed Reality" unterstützt.

Mit Windows 10 1709 wird eine neue Edition verfügbar: Windows 10 for Workstation PCs. Diese zeichnet sich durch Unterstützung zahlloser Techniken aus, die bisher den Server Editionen vorbehalten waren, wie spezielle Speicheranbindungen, das Dateisystem ReFS oder die Unterstützung von mehr als 2 physischen Prozessoren und mehr als 2 Terabyte RAM.

Galerie Lieferumfang

Lieferumfang und Packungen

Microsoft hat angekündigt, dass es vorerst keine Upgradeversionen im Handel geben wird. Dort werden nur Vollversionen (Retail) und Systembuilder angeboten werden.
Die Einzelhandelsversion beinhaltet erstmals keinen magnetischen oder optischen Datenträger mehr, sie enthält statt dessen einen schreibgeschützten USB Stick mit den Installationsdateien der 32 und 64-Bit Edition von Windows 10. Man beachte, dass Microsoft die Packungsfarben gegenüber Windows 8.1 verdreht hat. Lila ist die Grundfarbe von Windows 10 Pro, blau die von Home. Bei Windows 8.1 war die Pro blau und die Core lila.


Windows 10 Pro

Den vergünstigten Systembuilderversionen, die eigentlich zum Miterwerb von Computern kleinerer Hersteller gedacht sind, liegen weiterhin DVD-Medien und aufklebare Installationsschlüssel bei. Bei OEM Versionen großer Hersteller wird man beides in der Regel nicht mehr finden.

Für Endanwender hat Microsoft zum Start von Windows 10 ein kostenloses Upgradeprogramm aufgelegt. Dies erlaubt es Benutzern von Windows 7/8.1 innerhalb des ersten Jahres von Windows 10 auf dieses umzusteigen. Dazu muss die Installation aus einem aktiviertem Windows heraus erfolgen, Windows 10 ist im Prinzip dann unbegrenzt lauffähig, allerdings wird diese Lizenz an die Hardware gekoppelt. Wie die Zeitschrift c't berichtete [8] wird eine Prüfsumme aus Mainboardeigenschaften auf den Microsoft Servern hinterlegt. Windows 10 kann nach dem ersten Upgrade beliebig neu installiert werden. Fällt allerdings die Hauptplatine aus, oder wird ausgetauscht, erlischt die kostenlose Lizenz. Da keine Produktschlüssel verwendet werden, kann die ursprüngliche Lizenz stets wieder verwendet werden.

Mein Fazit

Windows 10 ist frisch auf dem Markt gebracht und scheint auf positive Resonanz zu stoßen. Nach einem Tag wurde vermeldet, dass bereits 14 Millionen Anwender das Gratisupgrade in Anspruch genommen haben. Bis Anfang Oktober konnte man bereits 110 Millionen Installationen melden.

Es kommt kein Zweifel auf, Microsoft nimmt die Sache mit dem neuen Windows ernst, man will nicht wieder ein neues XP, diesmal namens Windows 7, haben. Weder Windows 8, noch sein verbesserter Halbnachfolger Windows 8.1 konnten die Leute zum Umstieg begeistern. Microsoft hat jetzt einige Kritikpunkte in deren inkosistenter Bedienung ausgebügelt. Und noch wichtiger, sie wollen ihr Distributionsmodell ändern. Kein nächstes großes Windows mehr, das Versprechen auf ewige Aktualität. Allerdings ist die Frage, ob es alles für den Anwender so positiv ist.

Der Wandel geht zu Software-as-a-Service, also zu Mietmodellen. Microsoft hat es bei Office 365 schon angefangen, setzt es jetzt auch im offiziellen Kartenspielprogramm schon fort. Was am Ende günstiger ist, oder einem Wert, oder wie es sich entwickelt kann bisher mit Gewissheit keiner sagen. Allerdings hat es sich gezeigt, dass es inzwischen zwei Währungen im Computeruniversum gibt: Geld und Daten. Und Daten will Windows 10 an jeder Ecke. Mal "zum Wohl" und augenscheinlichen Bequemlichkeit des Benutzers in Clouddiensten, aber auch ganz plump einfach und umfassend, wie die standardmäßigen Datenschutzeinstellungen (nämlich die aktivierte Datenschleuder) zeigen.

Auch ob der fliegene Versionsstand mit der übrigen Hard- und Software auf Dauer nicht zu Inkompatibilitäten und Fragmentierung der Versionsstände führt, ist noch nicht geklärt.

Kann man umsteigen, sollte man umsteigen? Das muss jeder selbst entscheiden und eventuell sich etwas Zeit und Sorgfalt für die Konfiguration nehmen.

Windows 10 Claim

Quellen

[1] Stern
[2] Winfuture
[3] Heise
[4] Heise
[5] Die Schlacht um Reach; Eric Nylund; Panini 2003 ;ISBN 978-3897488205
[6] Heise
[7] Heise
[8] c't Nr. 21 Jahrgang 2015; Seite 132; Startblock; Abschnitt Lizenzverfall

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